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Leistung

Leistungstyp Forschungsprojekt (+)
 
Titel Förderung der diagnostischen Fähigkeiten von Studierenden (PHT-Sa-89-KS2)
 
Untertitel Experimentelle Problemlösefähigkeiten von SchülerInnen beim Experimentieren im Chemieunterricht
 
Beschreibung Professionelle Kompetenz ist im Sinne von Blömeke, Gustafsson und Shavelson (2015) ein Kontinuum zwischen Dispositionen (Kognitionen, Wissensbeständen, affektiven Komponenten) und Performanz (beobachtbarem Verhalten), welche durch die mentale Nutzung situationsspezifischer Fähigkeiten vermittelt wird. Diese sind durch die Subprozesse perception-interpretation-decision making konzeptualisiert (Santagata & Yeh, 2015). Gemeinsam bilden sie die professionelle Unterrichtswahrnehmung, die einen wesentlichen Bestandteil der Expertise von Lehrpersonen darstellt (Seidel, Blomberg & Stürmer, 2010); ihre Förderung ist daher grundlegende Aufgabe von Lehrer*innenprofessionalisierung (Sherin & van Es 2009). Experimentieren im Sinne naturwissenschaftlicher Erkenntnisgewinnung ist ein zentraler Aspekt von Naturwissenschaftsunterricht. Das SDDS-Modell (Klahr & Dunbar, 1988; Klahr, 2000) operationalisiert das Experimentieren als Suche in zwei Problemräumen. Dies stellt eine komplexe Anforderung an Schüler*innen dar (Hammann, 2004). Die Fähigkeit zur professionellen Wahrnehmung und Diagnose jener Anforderungen kann bei angehenden Lehrkräften der naturwissenschaftlichen Unterrichtsfächer bereits im Laufe der hochschulischen Ausbildung durch den Einsatz von Unterrichts-Videovignetten angebahnt und ausgebaut werden (Hilfert-Rüppell, Eghtessad & Höner, 2018). Das Projekt adressiert mehrere Forschungsfragen: Verändern sich Einstellungen und Werthaltungen (Baumert & Kunter, 2006) von Studierenden zum experimentellen Problemlösen von Schüler*innen im Sinne des SDDS-Modells im Verlaufe einer einsemestrigen Lehrveranstaltung? Wie ist das Niveau der diagnostischen Kompetenzen (Kompetenzbereich Diagnostizieren & Fördern in Anlehnung an GFD 2005) der Studierenden zu Beginn der Praxisphase ausgeprägt? Wie verändert sich das Niveau der diagnostischen Kompetenzen der Studierenden in allen drei Aspekten des p-i-d? Um die Unterrichtswirklichkeit erfassen zu können, werden unter Bezug auf die Erfahrungen im Vorläuferprojekt (vgl. z.B. Dannemann et al., 2018) neue Videovignetten aus realem Unterricht an Kooperationsschulen in Tirol erstellt. Diese werden dann in Lehrveranstaltungen der Sekundarstufen-Ausbildung in der Lehrer*innenbildung West eingesetzt, um obige Forschungsfragen zu untersuchen.
 
Forschungsschwerpunkt Schwerpunkt K: Fachdidaktisches Forschungsprojekt
 
Schlagwörter Problemlösefähigkeit; Chemiedidaktik
 
 
Projektleitung gesamt
  • Eghtessad, Axel Behan; Dr. Hochschulprof.

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    Projektleitung intern
  • Eghtessad, Axel Behan; Dr. Hochschulprof.

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    Status laufend
     
    Geldgeber
  • ZEN100 Zentrum für Fachdidaktik

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    Laufzeit von 01.03.2019 bis 31.08.2021
     
    Sachgebiete
  • 5828 Fachdidaktik (Naturwissenschaften)

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    verknüpfte Leistungen keine