Pädagogische Hochschule Tirol (PHT)     Logo

Leistung

Leistungstyp Forschungsprojekt (+)
 
Titel Fallstudien zu den Inklusiven Modellregionen (PHT-18-V2-6)
 
Untertitel Begleitende Evaluation zur Implementation der Inklusiven Modellregionen
 
Beschreibung Mit der Ratifizierung der UN-Behindertenrechtskonvention im Oktober 2008 verpflichtete sich Österreich dazu, der schulischen, beruflichen und sozialen Ausgrenzung und Benachteiligung von Menschen mit Behinderung entgegen zu wirken. Im Artikel 24 der Konvention wird in diesem Zusammenhang der Zugang zum allgemeinen Bildungssystem für beeinträchtigte Personen (programmatisch) sichergestellt. Der Besuch der gemeinsamen Schule für alle ist damit ebenso völkerrechtlich verankertes und einklagbares Recht wie der Anspruch auf vorschulische, schulische, universitäre Bildung und auf Lebenslanges Lernen. Als Voraussetzung dafür gilt eine strukturelle Veränderung des Bildungssystems, die unter anderem darin besteht, dass sich institutionelle Rahmenbedingungen an den Entwicklungsmöglichkeiten der Lernenden orientieren, dass Barrieren beseitigt, Partizipation ermöglicht, (fach-)didaktische Modelle des Lernens in heterogenen Lerngruppen und Möglichkeiten der Differenzierung und Personalisierung weiterentwickelt werden. Bildungspolitische Forderungen, die im Zusammenhang mit Inklusiver Bildung und Erziehung formuliert werden, gelten meist als Gegenentwurf zum Allgemeinen Bildungssystem und als kaum verwirklichbares Projekt der Zukunft. Auch wenn die damit verbundenen gesetzlichen Regelungen national einheitlich sind, entwickeln sich die Bundesländer und politischen Bezirke bezogen auf die Quantität und Qualität inklusiver Bildungsangebote sehr unterschiedlich. Selbst wenn Konzepte der Individualisierung und Differenzierung zunehmend als allgemeinpädagogische Grundsätze definiert werden, scheint Inklusion ein höchst kontrovers diskutiertes bildungspolitisches Anliegen zu bleiben. Das mag einerseits an der meist geringen inklusiven Kompetenz des allgemeinen Schulsystems liegen, in dem die Förderung von beeinträchtigten Kindern und Jugendlichen in Sondereinrichtungen weiterhin als bevorzugte Lösung interpretiert wird. Andererseits ist seit Jahren eine permanente Verringerung sonderpädagogischer Ressourcen und Unterstützung im inklusiven Unterricht zu beobachten, die qualitativ hochwertige individuelle Förderung im Rahmen des gemeinsamen Unterrichts aus strukturellen Gründen beinahe verunmöglicht.
 
Forschungsschwerpunkt Schwerpunkt E: Diversitätsforschung (Begabtenförderung, Gender, Inklusion, Interkulturalität, Interreligiosität, Mehrsprachigkeit)
 
 
Projektleitung gesamt
  • Angelika, Petrovic; Mag. / Bundesinstitut BIFIE
  • Svecnik, Erich; HR Mag. / Bundesinstitut BIFIE

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    Projektleitung intern
  • Windisch, Monika; Mag. Dr. Prof. / ZEN200 Zentrum für Forschung und Wissensmanagement

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    Externe Projektmitarbeiter/innen
  • Frank, Erik; Mag. Dr. Prof.
  • Komposch, Ursula; Mag.phil. Prof.
  • Kopp-Sixt, Silvia; MA BEd Prof.
  • Salvador, Eva; Mag. Dipl.Päd. / Private Pädagogische Hochschule - Hochschulstiftung der Diözese Innsbruck
  • Thomas, Almut; MMag. Dr. Prof.

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    Kooperationspartner
  • Bundesinstitut BIFIE

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    Status abgeschlossen
     
    Geldgeber
  • 701660 Pädagogische Hochschule Tirol (PHT)

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    Laufzeit von 01.09.2015 bis 31.08.2018
     
    Sachgebiete
  • 5524 Entwicklungspsychologie
  • 5813 Schulpädagogik

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