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611.0IP15 19W 12UE FB Symposium: Sprachförderung - Sprachliche Bildung - Sprachheilpädagogik im professionellen Kontext   Hilfe Logo

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LV-Typ: Fortbildung

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Allgemeine Angaben
Symposium: Sprachförderung - Sprachliche Bildung - Sprachheilpädagogik im professionellen Kontext 
611.0IP15
Fortbildungslehrveranstaltung
12
Wintersemester 2019
Fortbildung Institut für Elementar- und Primarpädagogik
(Kontakt)
Details
Zuordnungen: 17 
Angaben zur Abhaltung
Programmübersicht:

Donnerstag, 06.02.2020
15:00-15:30 Eröffnung
15:30-16:45 Vortrag: Stottern im Kindesalter
Im schulischen Alltag ist - je nach Altersgruppe - bei 1 - 5% der Kinder damit zu rechnen, dass sie stottern. Die aktuellen Forschungsergebnisse zur Entstehung und Verlauf zeigen, dass die Disposition und auch die Remissionswahrscheinlichkeit in hohem Mass genetisch bedingt ist. Frühe Diagnostik und die Beratung der Eltern mit Vermittlung von günstigen Verhaltensweisen und Informationen zu Therapiemöglichkeiten stellen im Sinne einer sekundären Prävention den wichtigsten Beitrag dar, um im Sinne einer ICF-gesteuerten Betrachtungsweise individuell auf die Bedürfnisse des Kindes einzugehen. Neben Logopädinnen und Kinderärztinnen sind Pädagoginnen oft die ersten Ansprechpartnerinnen der Betroffenen. Die Schule kann dabei Lern- und Entwicklungschance im Sinne der Krankheitsverarbeitung werden, aber auch Risiken hinsichtlich Bullying bergen. Gut informierte Pädagoginnen können stotternde Kinder wirkungsvoll unterstützen, Vorurteile abbauen und der gesamten Klasse die Möglichkeit geben, soziale Kompetenzen zu erweitern und sinnvolle Problemlösestrategien vermitteln.
Im Vortrag wird die S3-Leitlinie „Redeflussstörung“ mit den für den Schulalltag wichtigsten Erkenntnissen vorgestellt und praxisnah Beratungsinhalte und Handlungsmöglichkeiten vorgestellt.

Vortragende: Dr. Patricia Sandrieser
16:45-17:00 Kaffeepause
17:00-18:30 Workshops

Freitag, 07.02.2020
09:00-10:15 Vortrag: Soziale Kommunikation - zentrale Aufgabe der Sprachförderung
Aktuelle Forschung belegt den vielfältigen Einsatz von Sprache in der alltäglichen sozialen Kommunikation als entscheidenden Treiber der kognitiven und sozialen Entwicklung, der Weiterentwicklung von Sprache und als wesentliche Voraussetzung
für psychische Gesundheit. Dementsprechend ist die Beachtung und gezielte Förderung sozialer Kommunikation eine bedeutsame Aufgabe in der Sprachförderung. Evidenzbasierte Interventionsansätze in Einzel- und Gruppensettings werden aufgezeigt.
Vortragender: Priv.-Doz. Dr. Daniel Holzinger

10:15-10:45 Pause
10:45-12:00 Vortrag: Die Förderung der Leseflüssigkeit als effektives Verfahren der Lesedidaktik
Zweifelsohne gilt die Fähigkeit zu lesen als eine grundlegende Kompetenz, ohne die eine Teilhabe in der heutigen Gesellschaft kaum möglich scheint. Aus diesem Grund weisen zahlreiche Studien auf die Schlüsselrolle der Lesekompetenz für die späteren Bildungs- und Berufschancen hin (Naumann, Artelt, Schneider & Stanat, 2010). Die Schule muss sich daher um eine adäquate Leseförderung bemühen. Aktuelle Ansätze setzen hier vor allem auf eine Förderung der Leseflüssigkeit, gilt diese doch als zentrale Prämisse für Textverstehen. Der Vortrag widmet sich daher Verfahren zur Förderung der Leseflüssigkeit, wobei ein spezieller Fokus auf Lautlese-Tandems und deren Umsetzung in der Praxis gelegt wird
Vortragende: Mag. Elisabeth Stabler

12:00 - 13:30 Mittagspause mit Essen im Raum A0112

13:30-15:00 Workshops
15:00-15:30 Pause
15:30-17:00 OPEN SPACE für Sprachheilpädagoginnen und -pädagogen

ZU DEN EINZELNEN WORKSHOPS KÖNNEN SICH ZU BEGINN DER VERANSTALTUNG AM DONNERSTAG ANMELDEN - es werden Listen aufgehängt (für Donnerstag und Freitag).
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Workshops:
1. Hören und doch nicht verstehen - AVWS im Schulalltag (Referentinnen: M. Koppitsch & Mag. U. Pawlata)
Bei Kindern mit AVWS (Auditive Verarbeitungs- und Wahrnehmungsstörung) ist zwar das Gehör „in Ordnung“, aber sie können trotzdem nicht richtig verstehen, weil zentrale Prozesse des Hörens beeinträchtigt sind. Im Schulalltag äußert sich dies z.B. durch eine reduzierte Merkfähigkeit, das Verwechseln ähnlich klingender Laute und Wörter, Schwierigkeiten beim Richtungshören usw. Ziel des Workshops sind Einblicke in das Krankheitsbild der AVWS und Hilfen für den Schulalltag.

2. Stottern: (Referentin: Dr. P. Sandrieser)
Die aktuellen Forschungsergebnisse zur Entstehung und Verlauf zeigen, dass die Disposition und auch die Remissionswahrscheinlichkeit in hohem Maß genetisch bedingt ist. Frühe Diagnostik und die Beratung der Eltern mit Vermittlung von günstigen Verhaltensweisen und Informationen zu Therapiemöglichkeiten stellen im Sinne einer sekundären Prävention den wichtigsten Beitrag dar, um im Sinne einer ICF-gesteuerten Betrachtungsweise individuell auf die Bedürfnisse des Kindes einzugehen. Die Schule kann dabei Lern- und Entwicklungschance im Sinne der Krankheitsverarbeitung werden, aber auch Risiken hinsichtlich Bullying bergen. Gut informierte Pädagoginnen können stotternde Kinder wirkungsvoll unterstützen, Vorurteile abbauen und der gesamten Klasse die Möglichkeit geben, soziale Kompetenzen zu erweitern und sinnvolle Problemlösestrategien vermitteln.

3. Sprachverständnisstörungen im Schulalter - Symptomatik und Förderung (Referentin: Nina Fuisz-Szammer, MSc)
Die Entwicklung des kindlichen Sprachverständnisses ist ein komplexer Prozess welcher eingebettet in die Gesamtentwicklung in typischen Stufen verläuft. Kinder entwickeln bereits im Kindergarten- und Vorschulalter ein komplexes Sprachverständnis welches ihnen ermöglicht den in der Schule vermittelten Inhalten zu folgen. Daher haben Kinder mit Sprachverstehensdefiziten deutliche Nachteile im schulischen Alltag. Häufig fallen Kinder mit Sprachverständnisstörungen nicht primär durch ihre sprachlichen Leistungen auf, sondern zeigen Unsicherheiten im Verhalten und in sozialen Fähigkeiten. Die Bedeutung eines gut entwickelten Sprachverständnisses für die Bewältigung des Schulalltags wird eingehend besprochen, Möglichkeiten zur Förderung und Kompensation von Defiziten werden im Workshop veranschaulicht.

4. Die Förderung der Leseflüssigkeit – wie kann das in der Praxis gelingen? (Referentin: Mag. Elisabeth Stabler)
Kinder mit geringen Basiskompetenzen im Lesen sind nicht nur in ihrer schulischen, sondern auch in ihrer beruflichen Laufbahn gefährdet, wodurch sich ihre Chancen auf ein selbstbestimmtes Leben verringern. Es braucht daher bereits in der Primarstufe Programme zur Leseförderung, die den Stärken und Schwächen der Schülerinnen und Schüler gerecht werden und zu einer Steigerung der Lesekompetenz beitragen.Im Rahmen des Projekts ELiS (Evidenzbasierte Leseförderung in Schulen) wurde das Leseförderprogramm Filius - Flüssigkeit im Lesen mit unterschiedlichen Sachhörtexten trainieren - konzipiert und entwickelt. Eine Vorstellung dieses fachintegrierenden Leseflüssigkeitstrainings, das Elemente des wiederholenden Lautlesens und des begleitenden Lautlesens integriert, soll die Möglichkeit einer fächerübergreifenden Lesefördermaßnahme in der Primarstufe aufzeigen.
Deutsch
Evaluierung: Variante 05
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611.0IP15 Symposium: Sprachförderung - Sprachliche Bildung - Sprachheilpädagogik im professionellen Kontext (12UE FB, WS 2019/20)
Gruppe
Tag Datum von bis Ort Ereignis Termintyp Anmerkung
 
Seminar
Do
06.02.202015:0018:30Aula, Hasnerplatz 12 (A0128)Abhaltungfix
Fr
07.02.202009:0017:00Aula, Hasnerplatz 12 (A0128)Abhaltungfix
Für die Anmeldung zur Teilnahme müssen Sie sich in PHSt-Online als Studierende/r identifizieren.
Anmerkung: Zielgruppe: Sprachheillehrerinnen und Sprachheillehrer, Volksschullehrerinnen und Volksschullehrer, Sonderschullehrerinnen und Sonderschullehrer, Kindergartenpädagoginnen und Kindergartenpädagogen
Bei Anmeldung über eDAV bzw. sDAV werden Unterkunft auf Zweibettzimmerbasis und Verpflegung für im Dienst stehende Lehrer/innen zur Verfügung gestellt.
Reisebewegungen können durch Vorlage der Teilnahmebestätigung über die Schulleitung mittels Reiserechnung bei der Bildungsdirektion eingereicht werden. (RGV 73)
Hinweis: Alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer müssen unmittelbar nach Erhalt der Seminarzusage die Zimmerreservierung im Seminarhotel Feichtinger unter dem "Kennwort: PÄDAG Symposium 2020 “ bestätigen! Achtung der Einzelzimmerzuschlag ist mit 10,50 Euro zu bezahlen!
Unter folgender Adresse können Sie sich die Formulare selbständig downloaden.
https://www.lsr-stmk.gv.at/organisation/abteilungen/personalabteilung_aps/lehrende/fahrt-reisekosten/reisegebuehren/formulare
Angaben zur Prüfung
siehe Stellung im Studienplan
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Details
Anmerkung: -
immanenter Prüfungscharakter
Zusatzinformationen
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Planung und Konzeption: Ursula Komposch & Petra Winterer
Kontakt: ursula.komposch@phst.at