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LV-Typ: Fortbildung

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Allgemeine Angaben
Du musst so sein wie wir dich sehen - wieso eigentlich? RASSISMUS 
4021IKL505
Fortbildung
3
Wintersemester 2021
Fortbildung (IBS)
(Kontakt)
Details
Zuordnungen: 14 
Angaben zur Abhaltung
Historisch entwickelte und aktuelle Machtverhältnisse werden durch Rassismus legitimiert und reproduziert. Nach Stuart Hall (2004) geht es beim Rassismus "um die Markierung von Unterschieden, die man dazu braucht, um sich gegenüber anderen abzugrenzen, vorausgesetzt diese Markierungen dienen dazu, soziale, politische und wirtschaftliche Handlungen zu begründen, die bestimmte Gruppen vom Zugang zu materiellen und symbolischen Ressourcen ausschließen und dadurch der ausschließenden Gruppe einen privilegierten Zugang sichern", führt Birgit Rommelspacher in ihrem Essay "Was ist eigentlich Rassismus?" aus. In der Schule, wie auch andernorts, treffen unterschiedlichste Erfahrungshorizonte und Lebensgeschichten aufeinander. Im Sinne einer inklusiven Unterrichtspraxis liegt es in der Verantwortung der Lehrenden, die unterschiedlichen Lebensumstände und Erfahrungen der Lernenden kennen zu lernen, um sensibel mit ihnen umzugehen. In den Sozialwissenschaften ist in den letzten dreißig Jahren eine umfangreiche Literatur entstanden, die sich mit einschlägigen Fragestellungen unter dem Paradigma der Intersektionalität auseinandersetzt. Dieser Ansatz hört jedoch nicht bei der Perspektive auf andere Menschen auf, sondern bezieht auch eine Auseinandersetzung mit den spezifischen eigenen Erfahrungen mit ein. Was dies bedeutet und welches Potential es in Unterrichtssituationen entfalten kann, wird u.a. im Rahmen des Workshops skizziert.

Diese Fortbildung ist Teil der Fortbildungsserie "Niemand ist eine Insel. Impulse aus der Bildungsanthropologie für starke und inklusive Bildungsinstitutionen".

„Niemand ist eine Insel, in sich ganz", schreibt der englische Schriftsteller John Donne (1572-1631) und bringt damit zum Ausdruck, dass kein Mensch für sich sein kann. Wir sind voneinander abhängig, um uns zu entwickeln. Wir brauchen einander, um voneinander zu lernen und miteinander zu leben.

Kindergarten und Schule als Bildungseinrichtungen sind für Kinder und Jugendliche die ersten Orte, wo sie sich abseits der eigenen Familie in einer Gemeinschaft ausprobieren (und ausprobiert werden). Wie zahlreiche Vorfälle belegen, werden aber nicht immer alle Kinder und Jugendliche an diesen ersten Orten der Begegnung akzeptiert. Manche werden sogar offen beleidigt oder gar ausgeschlossen. Es kommt zu strukturellen und offenen Diskriminierungen in Kindergarten und Schule.

Mit einer modular konzipierten Fortbildungsreihe der Kompetenzstelle für Mehrsprachigkeit, Migration und Menschenrechtsbildung (Ko.M.M.M.) stellt die PH Wien ab Herbst 2021 den Versuch an, schulpraktische Erfahrungen mit Erkenntnissen aus der Bildungsanthropologie und der Erziehungswissenschaft zu verknüpfen, um eine diskriminierungskritische Entwicklung von Bildungseinrichtungen zu initiieren. Interessierte Pädagog*innen sollen in Workshops befähigt werden, über ihre schulpraktischen Erfahrungen professionell zu sprechen.


Ihre Ansprechperson für diese Veranstaltung:
Nune Tahmasian, BEd., BA, MA: Nune TAHMASIAN (Assistenz der Bereichskoordination)

Sollten Sie sich trotz Fixplatzzusage von dieser Veranstaltung abmelden wollen, senden Sie bitte Ihre Abmeldung (Veranstaltungsnummer, Name) an die angegebene Mailadresse.
keine
Im Zuge der Fortbildung werden die Teilnehmer*innen mit Werten und Prinzipien einzelner Themen der Sustainable Development Goals vertraut gemacht: 4. Inklusive, gleichberechtigte und hochwertige Bildung gewährleisten und Möglichkeiten lebenslangen Lernens für alle fördern und 10. Ungleichheit in und zwischen Ländern verringern, vgl. https://www.bundeskanzleramt.gv.at/themen/nachhaltige-entwicklung-agenda-2030.html

Die Teilnehmer*innen erkennen Formen institutioneller Diskriminierung in Bildungseinrichtungen.

Die Teilnehmer*innen erfahren in Bezug auf ihre Professionalisierung Impulse zur diskriminierungskritischen Erziehung von Kindern und Jugendlichen.

Die Teilnehmer*innen lernen im Zusammenhang mit institutioneller Diskriminierung Ansätze der Bildungsanthropologie und Bildungswissenschaft kennen, um die Schulentwicklung am eigenen Schulstandort voranzutreiben.

Die Teilnehmer*innen erkennen die Komplexität der gesellschaftlichen Positionierung: Beispielsweise kann eine Person eine hegemoniale Position als Weiße mit gutem Einkommen aus einem reichen Industrieland und gleichzeitig eine Minderheitenposition als lesbische Frau mit marginalisiertem Status in einem akademischen Umfeld einnehmen.
Deutsch
4021IKL505 Du musst so sein wie wir dich sehen - wieso eigentlich? RASSISMUS (3UE FB, WS 2021/22)
Gruppe
Tag Datum von bis Ort Ereignis Termintyp Anmerkung
 
Standardgruppe
Mo
29.11.202114:0016:35Arbeiterkammer WienAbhaltungfix
Für die Anmeldung zur Teilnahme müssen Sie sich in PH-Online als Studierende*r identifizieren.
Angaben zur Prüfung
siehe Stellung im Studienplan
Details
immanenter Prüfungscharakter
Zusatzinformationen
Birgit Rommelspacher (2017). Was ist eigentlich Rassismus?, http://www.agpolpsy.de/wp-content/uploads/2017/11/Rommelspacher-Was-ist-Rassismus.pdf (Letzter Zugriff: 01.12.2020)