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LV-Typ: Fortbildung

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Allgemeine Angaben
Du darfst nicht anders sein als wir - warum eigentlich? SELFING/OTHERING 
4021IKL504
Fortbildung
3
Wintersemester 2021
Fortbildung (IBS)
(Kontakt)
Details
Zuordnungen: 14 
Angaben zur Abhaltung
Ein Blick auf den Schulhof an einem gewöhnlichen Morgen genügt, um zu erkennen, dass Prozesse der Gruppenbildung und Grenzziehung ein wesentlicher Bestandteil der sozialen Dynamik am Schulhof sind. Wer gehört zu welcher Gruppe? Bei wem stehen Sie? Bei wem würden Sie lieber nicht stehen? Worauf beruhen die Unterschiede? Warum finden diese Dynamiken statt? Ob auf dem Schulhof, im Klassenzimmer oder auch im Lehrer*innenzimmer - in den Fokus rücken hier die Dynamik der Grenzziehungen zwischen Individuen sowie die daraus resultierenden Gruppen. Dabei entstehen diese Grenzen nicht wie von selbst oder gar natürlich. Es lässt sich vielmehr zeigen, dass der Eindruck natürlicher Gruppenbildung täuscht. Leitende Fragen: Aus welchen Gründen werden Beziehungen aufgebaut, aufrechterhalten und, wenn nötig, aufgelöst? Die Aufmerksamkeit für Gruppenbildung entsteht leider oft erst dann, wenn die Gruppenbildung zu Konflikten führt. Diese Konflikte sind nicht nur zwischenmenschlicher oder rein "persönlicher" Natur, sondern können aus einer sozialwissenschaftlichen Perspektive beobachtet und untersucht werden. Mit dem Lehrer*innenberuf geht die Verantwortung einher, die Dynamik im Klassenzimmer pädagogisch sinnvoll zu gestalten. In dieser Hinsicht ist es das Ziel dieses Moduls, den Teilnehmer*innen eine fundierte anthropologische Sichtweise über die Mechanismen und Dimensionen von Privilegien (und deren Fehlen) in Bildungskontexten zu vermitteln. Debatten rund um die Konzepte „Selfing“ und „Othering“ können hierbei hilfreich sein. Der Workshop soll ermöglichen, die Lehrer*innenarbeit im Klassenzimmer dementsprechend zu gestalten.

Diese Fortbildung ist Teil der Fortbildungsserie "Niemand ist eine Insel. Impulse aus der Bildungsanthropologie für starke und inklusive Bildungsinstitutionen".

„Niemand ist eine Insel, in sich", schreibt der englische Schriftsteller John Donne (1572-1631) und bringt damit zum Ausdruck, dass kein Mensch für sich sein kann. Wir sind voneinander abhängig, um uns zu entwickeln. Wir brauchen einander, um voneinander zu lernen und miteinander zu leben.

Kindergarten und Schule als Bildungseinrichtungen sind für Kinder und Jugendliche die ersten Orte, wo sie sich abseits der eigenen Familie in einer Gemeinschaft ausprobieren (und ausprobiert werden). Wie zahlreiche Vorfälle belegen, werden aber nicht immer alle Kinder und Jugendliche an diesen ersten Orten der Begegnung akzeptiert. Manche werden sogar offen beleidigt oder gar ausgeschlossen. Es kommt zu strukturellen und offenen Diskriminierungen in Kindergarten und Schule.

Mit einer modular konzipierten Fortbildungsreihe der Kompetenzstelle für Mehrsprachigkeit, Migration und Menschenrechtsbildung (Ko.M.M.M.) stellt die PH Wien ab Herbst 2021 den Versuch an, schulpraktische Erfahrungen mit Erkenntnissen aus der Bildungsanthropologie und der Erziehungswissenschaft zu verknüpfen, um eine diskriminierungskritische Entwicklung von Bildungseinrichtungen zu initiieren. Interessierte Pädagog*innen sollen in Workshops befähigt werden, über ihre schulpraktischen Erfahrungen professionell zu sprechen.

Ihre Ansprechperson für diese Veranstaltung:
Nune Tahmasian, BEd., BA, MA: Nune TAHMASIAN (Assistenz der Bereichskoordination)

Sollten Sie sich trotz Fixplatzzusage von dieser Veranstaltung abmelden wollen, senden Sie bitte Ihre Abmeldung (Veranstaltungsnummer, Name) an die angegebene Mailadresse.
keine
Im Zuge der Fortbildung werden die Teilnehmer*innen mit Werten und Prinzipien einzelner Themen der Sustainable Development Goals vertraut gemacht: 4. Inklusive, gleichberechtigte und hochwertige Bildung gewährleisten und Möglichkeiten lebenslangen Lernens für alle fördern und 10. Ungleichheit in und zwischen Ländern verringern, vgl. https://www.bundeskanzleramt.gv.at/themen/nachhaltige-entwicklung-agenda-2030.html

Die Teilnehmer*innen erkennen Formen institutioneller Diskriminierung in Bildungseinrichtungen.

Die Teilnehmer*innen erfahren in Bezug auf ihre Professionalisierung Impulse zur diskriminierungskritischen Erziehung von Kindern und Jugendlichen.

Die Teilnehmer*innen lernen im Zusammenhang mit institutioneller Diskriminierung Ansätze der Bildungsanthropologie und Bildungswissenschaft kennen, um die Schulentwicklung am eigenen Schulstandort voranzutreiben.

Die Teilnehmer*innen erkennen diskriminierungskritisch den kontinuierlichen Prozess, in dem sich Menschen voneinander abgrenzen.
Deutsch
4021IKL504 Du darfst nicht anders sein als wir - warum eigentlich? SELFING/OTHERING (3UE FB, WS 2021/22)
Gruppe
Tag Datum von bis Ort Ereignis Termintyp Anmerkung
 
Standardgruppe
Mo
13.12.202114:0016:35Arbeiterkammer WienAbhaltungfix
Für die Anmeldung zur Teilnahme müssen Sie sich in PH-Online als Studierende*r identifizieren.
Angaben zur Prüfung
siehe Stellung im Studienplan
Details
immanenter Prüfungscharakter
Zusatzinformationen