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LV-Typ: Fortbildung

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Allgemeine Angaben
Schule ist ein Gefängnis - muss das so sein? MACHT UND HERRSCHAFT 
4021IKL503
Fortbildung
3
Wintersemester 2021
Fortbildung (IBS)
(Kontakt)
Details
Zuordnungen: 14 
Angaben zur Abhaltung
Betrachtet man Schulen im Hinblick auf Machtstrukturen, zeigt sich, dass Lehrer*innen eine Doppelrolle einnehmen: Einerseits sind sie in hierarchische Strukturen eingebunden, z.B. gegenüber der Schulleitung, dem Schulrat oder dem Schulamt. Zum anderen ist die Lehrer*in-Schüler*in-Beziehung durch ein Machtgefälle zugunsten der Lehrperson geprägt. Normativ gedacht, soll dieses Gefälle durch Erziehung und Unterricht aufgelöst werden. Sofern Schulalltag nicht als bloßes Widerfahrnis erfahren werden soll, sondern als Ort der Kunst der Pädagogik, muss diese Doppelrolle der Lehrer*innen reflektiert werden. Der Workshop zielt darauf ab, ausgehend von grundlegenden anthropologischen Texten über Bildung, Macht und (Un-)Gleichheit, Lehrer*innen dazu zu befähigen, diese Doppelrolle besser zu verstehen und bewusster damit umzugehen. Ziel ist es, eine kritische, selbstreflexive Sicht auf das Bildungssystem und die eigene Rolle innerhalb des Systems zu entwickeln, indem Wissen auf der Grundlage anthropologischer Erkenntnisse erworben, gefestigt und diskutiert wird.

Diese Fortbildung ist Teil der Fortbildungsserie "Niemand ist eine Insel. Impulse aus der Bildungsanthropologie für starke und inklusive Bildungsinstitutionen".

„Niemand ist eine Insel, in sich ganz", schreibt der englische Schriftsteller John Donne (1572-1631) und bringt damit zum Ausdruck, dass kein Mensch für sich sein kann. Wir sind voneinander abhängig, um uns zu entwickeln. Wir brauchen einander, um voneinander zu lernen und miteinander zu leben.

Kindergarten und Schule als Bildungseinrichtungen sind für Kinder und Jugendliche die ersten Orte, wo sie sich abseits der eigenen Familie in einer Gemeinschaft ausprobieren (und ausprobiert werden). Wie zahlreiche Vorfälle belegen, werden aber nicht immer alle Kinder und Jugendliche an diesen ersten Orten der Begegnung akzeptiert. Manche werden sogar offen beleidigt oder gar ausgeschlossen. Es kommt zu strukturellen und offenen Diskriminierungen in Kindergarten und Schule.

Mit einer modular konzipierten Fortbildungsreihe der Kompetenzstelle für Mehrsprachigkeit, Migration und Menschenrechtsbildung (Ko.M.M.M.) stellt die PH Wien ab Herbst 2021 den Versuch an, schulpraktische Erfahrungen mit Erkenntnissen aus der Bildungsanthropologie und der Erziehungswissenschaft zu verknüpfen, um eine diskriminierungskritische Entwicklung von Bildungseinrichtungen zu initiieren. Interessierte Pädagog*innen sollen in Workshops befähigt werden, über ihre schulpraktischen Erfahrungen professionell zu sprechen.

Das Projekt „TRANSCA- Translating Socio-Cultural Anthropology into Education“ ist ein strategisches Partnerschaftsprojekt, bestehend aus folgendem Konsortium: Universität Wien (Projektleitung), Pädagogische Hochschule Wien, Universität Aarhus (Dänemark), Universität Zadar (Kroatien), Universität Macedonia (Griechenland). Für die Evaluation zuständig ist die Pädagogische Hochschule Bern.

Ihre Ansprechperson für diese Veranstaltung:
Nune Tahmasian, BEd., BA, MA: Nune TAHMASIAN (Assistenz der Bereichskoordination)

Sollten Sie sich trotz Fixplatzzusage von dieser Veranstaltung abmelden wollen, senden Sie bitte Ihre Abmeldung (Veranstaltungsnummer, Name) an die angegebene Mailadresse.
keine
Im Zuge der Fortbildung werden die Teilnehmer*innen mit Werten und Prinzipien einzelner Themen der Sustainable Development Goals vertraut gemacht: 4. Inklusive, gleichberechtigte und hochwertige Bildung gewährleisten und Möglichkeiten lebenslangen Lernens für alle fördern und 10. Ungleichheit in und zwischen Ländern verringern, vgl. https://www.bundeskanzleramt.gv.at/themen/nachhaltige-entwicklung-agenda-2030.html

Die Teilnehmer*innen erkennen Formen institutioneller Diskriminierung in Bildungseinrichtungen.

Die Teilnehmer*innen erfahren in Bezug auf ihre Professionalisierung Impulse zur diskriminierungskritischen Erziehung von Kindern und Jugendlichen.

Die Teilnehmer*innen lernen im Zusammenhang mit institutioneller Diskriminierung Ansätze der Bildungsanthropologie und Bildungswissenschaft kennen, um die Schulentwicklung am eigenen Schulstandort voranzutreiben.

Die Teilnehmer*innen lernen, sich selbst als Teil eines Systems zu verstehen und verfügen dementsprechend um eine bewusstere Handlungsfähigkeit.
Deutsch
4021IKL503 Schule ist ein Gefängnis - muss das so sein? MACHT UND HERRSCHAFT (3UE FB, WS 2021/22)
Gruppe
Tag Datum von bis Ort Ereignis Termintyp Anmerkung
 
Standardgruppe
Mo
17.01.202214:0016:35Arbeiterkammer WienAbhaltungfix
Für die Anmeldung zur Teilnahme müssen Sie sich in PH-Online als Studierende*r identifizieren.
Angaben zur Prüfung
siehe Stellung im Studienplan
Details
immanenter Prüfungscharakter
Zusatzinformationen