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Leistung

Leistungstyp Forschungsprojekt (+)
 
Titel Förderung interkulturellen Lernens mit virtuellem Problem-Based Learning
 
Untertitel Internationales interkulturelles Lernen
 
Beschreibung Im Kontext von Migrationsbewegungen nimmt die Heterogenität unter den Schülerinnen und Schülern zu. Die Förderung interkultureller und demokratischer Kompetenzen von Lehrpersonen ist ein wichtiges Ziel in der Lehramtsausbildung, damit Lehrpersonen befähigt werden, diese Kompetenzen auch bei ihren Schülerinnen und Schüler zu entwickeln (KMK, 2013). Effektive didaktische Ansätze zur Förderung interkultureller Kompetenzen gewinnen somit an Relevanz. Gleichfalls wird der Digitalisierung zur Unterstützung von Lernprozessen eine immer höhere Bedeutsamkeit zugemessen. Vor diesem Hintergrund besteht das Ziel des Projekts, die Methode des Problem-Based Learning (Reusser, 2005) auf der Basis virtueller Lernumgebungen als eine Möglichkeit zur Förderung interkultureller und demokratischer Kompetenzen zu untersuchen. Dabei wird bei diesem Projekt Interkulturalität auf zweifache Weise thematisiert. Einerseits lernen Lehramtsstudierende aus zwei unterschiedlichen Ländern (Deutschland und Österreich) gemeinsam und andererseits dienen Fallgeschichten mit interkulturellen Problemsituationen als Ausgangspunkt für das Lernen. Die Fragestellung lautet, ob durch ein virtuelles internationales problembasiertes Lernsetting interkulturelles Lernen ermöglicht werden kann. Die Hypothesen für die Pilotstudie lauten, dass demokratische Lernerfahrungen gefördert werden können (Hypothese 1) und die Lernenden allgemein positive Erfahrungen mit diesem Lernsetting machen (Hypothese 2). Zur Hypothesenprüfung wurde ein quasi-experimentelles Untersuchungsdesign mit Prä- und Posttest (ohne Kontrollgruppe) angewendet. Datenerhebungsmethoden waren ein Fragebogen (Criteria for Inquiry Learning Inventory CILI, Reitinger, 2018) zur Erhebung demokratischer Lernerfahrungen, und eine offene Fragestellung, die sich auf die allgemeinen Lernerfahrungen bezog. Der CILI-Fragebogen besteht aus vier Dimensionen und wurde zu vier verschiedenen Messzeitpunkten während der Intervention eingesetzt, sodass Prozessdaten erhoben werden konnten. Die offene Fragestellung wurde inhaltsanalytisch ausgewertet. Als Fallgeschichten kamen selbst erlebte Problemsituationen der Lehramtsstudierenden aus ihrem Unterricht zum Einsatz, die in kleinen internationalen Lerngruppen nach der Methode des problembasierten Lernens bearbeitet wurden. Die Ergebnisse zeigen, dass über die gesamte Intervention, die drei Wochen dauerte, ein hohes Maß an demokratischen Lernerfahrungen vorhanden war (5 < MCILI < 6 auf der sechsteiligen Ratingskala des CILI). Diese Lernerfahrungen erwiesen sich als äußert stabil und veränderten sich nicht während der Intervention, d.h. Hypothese 1 bestätigte sich nicht. Es konnte ferner festgestellt werden, dass die CILI-Dimension „Transfer des Gelernten“ geringere Mittelwerte aufwies als die übrigen Dimensionen. Darüber hinaus konnte gezeigt werden, dass die allgemeinen Lernerfahrungen der Lehramtsstudierenden sehr positiv waren, insbesondere wurde das internationale Setting als bereichernd für die Ausbildung empfunden, d.h. Hypothese 2 konnte bestätigt werden Aus den Ergebnissen der Pilotstudie wird für die Weiterführung des Projekts in der aktuellen Studie eine Adaptation hinsichtlich der Steuerung des Lernprozesses und des Transfers des Gelernten durchgeführt. Den Lehramtsstudierenden wird noch mehr Freiheit eingeräumt, um demokratische Lernerfahrungen zu fördern und es wird eine Generalisation der Lernergebnisse durchgeführt, in der das Gelernte auf eigene Situationen übertragen wird. Darüber hinaus wird in der aktuellen Projektstudie eine Kontrollgruppe geführt, die aus nationalen Teilnehmerinnen und Teilnehmern besteht.
 
Forschungsschwerpunkt Professionalität und Schule
 
Schlagwörter Lehramtsausbildung problembasiertes Lernen digitales Lernen interkulturelle Kompetenzen Konstruktivi
 
 
Projektleitung gesamt
  • Dähling, Christoph
  • Weinberger, Alfred; Mag. Dr.

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    Projektleitung intern
  • Weinberger, Alfred; Mag. Dr.

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    Externe Projektmitarbeiter/innen
  • Standop, Jutta; Univ. Prof.

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    Beteiligte Organisationeinheiten der PH
  • 2500 Institut Forschung und Entwicklung

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    Kooperationspartner
  • Universität Bonn

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    Status abgeschlossen
     
    Geldgeber
  • 1000 Organe der Hochschule der Privaten Pädagogischen Hochschule Linz

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    Laufzeit von 01.01.2018 bis 31.12.2019
     
    Sachgebiete
  • 5803 Bildungsforschung

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    verknüpfte Leistungen keine