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Leistung

Leistungstyp Forschungsprojekt (+)
 
Titel Das Portfolio als Instrument feedbackbasierter Lern- und Unterrichtskultur
 
Untertitel Eine quantitative Studie zur Portfolioarbeit in der Hochschullehre
 
Beschreibung Portfolioarbeit basiert auf einem konstruktivistischen Verständnis von Lernen, das den Lerner als aktives Individuum sieht, welches sein Wissen selbst konstruiert. Selbststeuerung und Eigenverantwortung werden durch Portfolioarbeit positiv beeinflusst (vgl. Boekaerts 1995), es dient als reflexives Element zum Erwerb von Metakognitionen („Lernen lernen“)(vgl. Gläser-Zikuda/Hascher 2007). Das Instrument wird über Fremdsteuerung eingeführt, der Prozess der Arbeit mit dem Portfolio verläuft allerdings dialogisch (Feedbackkultur). Der Einsatz pädagogischer Portfolios im Unterricht hat eine vergleichsweise kurze Tradition (in den USA seit den 1990ern, im deutschsprachigen Raum seit Beginn der 2000er-Jahre, vgl. Häcker, 2006). Im Bereich der Hochschullehre scheinen Portfolios ebenfalls eine nur sehr untergeordnete Rolle zu spielen (vgl. Koch-Priewe, 2013). Zum Einsatz im Unterricht liegen viele Erfahrungsberichte vor (vgl. Brunner/Schmidinger 2000, Campbell et al. 1997, MacDonald 1997), zum Nutzen von Portfolios für die Lernenden gibt es aber nur wenige wissenschaftliche Untersuchungen (vgl. Reckase 1995, Underwood 1999). Der einschlägigen Literatur zufolge gibt es auch kein einheitliches Begriffsverständnis. Je nach Fokus wird zwischen Entwicklungsportfolio, Prüfungs- oder Bewertungsportfolio oder Präsentationsportfolio unterschieden. Prinzipielles Ziel sind meist die Dokumentation der Arbeitsprozesse und -produkte, sowie die Entwicklung von Metakognition (vgl. Gläser-Zikuda/Hascher, 2007) bezogen auf das eigenaktive, selbstregulierte Lernen. Im Sommersemester 2016 wurde in ausgewählten Seminargruppen einer Lehrveranstaltung des Fachbereichs Deutsch die vorgesehene Lehrveranstaltungs-Prüfung teilweise durch ein Portfolio ersetzt. Da die Studierenden im Rahmen der LV nicht nur fachlich-theoretische Inhalte erarbeiten sollten, sondern auch großer Wert auf eine praxisbezogene Vernetzung der Lehrinhalte gelegt wurde, schien die übliche Form der Leistungsbewertung weniger geeignet, um den Lernerfolg der Studierenden zu bewerten. Anhand der regelmäßigen Arbeit bei der Erstellung des Portfolios ließ sich die prozessorientierte Entwicklung professionsbezogener Kompetenzen von den Studierenden selbst besonders gut reflektieren. Anhand zuvor festgelegter Kriterien wurde nicht nur der Lernerfolg bewertet, sondern auch Lernprozesse und der Erwerb von Strategiewissen reflektiert. Eine abschließende Evaluierung sollte Aufschluss über das Potential des Portfolios als Unterstützungsmaßnahme im Lernprozess einerseits und als Instrument einer formativen Leistungsbewertung im Rahmen einer feedbackbasierten Lern- und Unterrichtskultur (vgl. Häcker, 2012) andererseits geben.
 
Forschungsschwerpunkt Professionalität und Schule
 
Schlagwörter Portfolioarbeit, Selbstbestimmtes Lernen, Reflexionserleben
 
 
Projektleitung gesamt
  • Müller, Martina

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    Projektleitung intern
  • Müller, Martina; Dr. BEd M.A. MA

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    Status abgeschlossen
     
    Geldgeber
  • 1000 Organe der Hochschule der Privaten Pädagogischen Hochschule Linz

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    Laufzeit von 10.04.2016 bis 16.09.2016
     
    Sachgebiete
  • 5803 Bildungsforschung

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    verknüpfte Leistungen keine