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Leistung

Leistungstyp Forschungsprojekt (+)
 
Titel Die Bedeutung des Einsatzes von digitalen Medien (E-Learning) für Lehramtsstudierende
 
Beschreibung Vor dem Hintergrund zahlreicher aktueller fächerunspezifischer Studien über die Einstellung zu und Nutzung von digitalen Medien durch Studierende für deren Studium und den privaten Einsatz fehlen gegenwärtig spezifische Untersuchungen für eine wichtige Gruppe für das Lehren und Lernen mit digitalen Medien: die Gruppe der Lehramtsstudierenden. Diese sind es, die innovative Maßnahmen (auch) mittels digitaler Medien im Unterricht verwirklichen sollen. Von ihnen wird erwartet, dass sie den Entwicklungen im E-Learning-Bereich offen und positiv entgegentreten und sie entsprechend den Forderungen nach einer konstruktivistischen, individualisierenden und differenzierenden Unterrichtsgestaltung anwenden können. Die Studie erhebt das Nutzungsverhalten, die Nutzungsintensität von digitalen Medien und die persönliche sowie die berufliche Bedeutung derselben für Lehramtsstudierende in einem Bundesland Österreichs. Ziel der Arbeit ist eine differenzierte Erfassung der gegenwärtigen studiumsbezogenen Mediennutzung von Lehramtsstudierenden. Aktuelles Datenmaterial für Lehramtsstudierende aus dem Grundschul- und dem Sekundarstufenbereich fehlt bis dato. Vorliegende Studie greift das Fehlen von Daten in einem ersten Schritt auf. - Lehrpersonen erwerben im Laufe ihres Berufslebens durch Ausbildung, Erfahrung und Reflexion ihre professionelle Kompetenz. Entscheidend hierfür ist die Trias aus Wissen, Handlungsroutinen und Ethos (Blömeke 2004, S. 59ff.). Wissen wird nicht isoliert als Fachwissen gesehen, sondern beinhaltet Wissen über die Lehrbarkeit von Fachwissen. Kompetente Lehrer verstehen die Strukturen ihres Faches insbesondere in Bezug auf ihre Vermittlung und auf ein fachdidaktisch organisiertes Wissen. Es ist daher zu fragen, ob Lehrpersonen ein besonderes Augenmerk auf die Instruktion von E Learning legen und sich bei Akzeptanz derselben entsprechende positive Effekte einstellen (zB qualitativ hochwertige Teilnahme am E Learning oder das Erzielen von befriedigenden Arbeitsergebnissen). - Lehramtsstudierende zeichnen häufig ein von an E-Learning-Programmen teilnehmenden Lehrpersonen und Mentoren etwas abweichendes Bild der Ergebnisse. So sind sie beispielsweise in ihrer Beurteilung der Bedeutung von Kommunikation und Kooperation über eine Lernplattform oder in ihrer Einschätzung des Lernzuwachses durch E-Learning-Aktivitäten skeptischer als andere Befragte (Harrich 2013; Kysela-Schiemer 2015). Zudem reicht den Lehramtsstudierenden eine Betreuung durch Mentoren nicht aus. Sie suchen die unmittelbare Kommunikation mit den Lehrenden und vor allem zu den Kommilitonen in den Präsenzveranstaltungen – und obwohl sie die für erforderlich gehaltene direkte Kommunikation mit Lernenden und Lehrenden nutzen, nützen sie ebenso ausführlich die Möglichkeit der Online-Kommunikation. Es wird konstatiert, dass durch Computer und Internet eine erhebliche Ausweitung der Kommunikation stattgefunden hat, diese Ausweitung jedoch auch viel Zeit in Anspruch nimmt und nicht im Speziellen dem fachwissenschaftlichen Austausch dient. Der hohe Aufwand virtueller Studienangebote ist für die Lehrenden ohne Assistenz, notwendige Tutoren, erforderliche personelle und finanzielle Ausstattung nur schwer durchführbar oder nicht zu leisten (Arnold et al. 2011, S. 30ff). Ziel der Untersuchung ist eine differenzierte Erfassung der gegenwärtigen studiumsbezogenen Mediennutzung von Lehramtsstudierenden. Es werden Fakten aufgezeigt, die als Basis für weitere Prognosen dienen. Hinweise auf Trends und Widersprüche werden gegeben. Dafür wird in einem ersten Schritt der Entstehungsprozess eines Modells initiiert („work in progress“), um die zu untersuchenden Sektoren zu zeigen und die Fragestellungen schärfen zu können. Im Mittelpunkt aller Fragestellungen steht immer der Lehramtsstudierende und seine Nutzung der digitalen Medien (E-Learning-Angebote), wobei vorerst untersucht wird, in welcher Intensität der Studierende welche Angebote nutzt.
 
Schlagwörter Lehramtsstudierende der Primar- und Sekundarstufe; digitale Medien; studienbezogene Nutzungsintensität und Nutzungshäufigkeit; persönliche und berufliche Bedeutung von E-Learning; konstruktivistisch-individualisierende und differenzierende Unterrichtsgestaltung
 
Forschungsschwerpunkt Didaktik (Primarstufe), Fachdidaktik
 
 
Projektleitung gesamt
  • Kysela-Schiemer, Gerda Gabriele; Dr. Dipl.Päd. MA Prof.

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    Beteiligte Organisationeinheiten der PHK
  • 2200 Institut für Fachwissenschaft, Fachdidaktik und Pädagogik der Sekundarstufe

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    Kontakt-Email gerda.kysela-schiemer@ph-kaernten.ac.at
     
    Status laufend
     
    Laufzeit von 01.07.2016 bis 01.07.2018
     
    Sachgebiete
  • 5808 Hochschuldidaktik
  • 5822 Medienpädagogik

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    verknüpfte Leistungen keine