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LV-Typ: Erstausbildung/Weiterbildung

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Allgemeine Angaben
Ernährungssouveränität / Landrechte 
3463103
Vorlesung
0,5
Wintersemester 2018/19
Globales Lernen - Pädagogik für WeltbürgerInnen (710 500)
(Kontakt)
Details
Angaben zur Abhaltung
Eine Milliarde Menschen leiden unter Hunger, denn Nahrung ist vielerorts unerschwinglich.
“Ernährungssouveränität bedeutet das Recht von Individuen, Gemeinschaften, Völkern und Staaten, ihre eigene Landwirtschafts-, Arbeits-, Fischerei-, Ernährungs- und Bodenpolitik zu bestimmen, unter Berücksichtigung ihrer jeweils spezifischen ökologischen, sozialen, wirtschaftlichen und kulturellen Bedingungen. Das Konzept beinhaltet sowohl das Recht auf Nahrung und wie auch das Recht, Nahrungsmittel zu produzieren. Das Recht auf Nahrung garantiert allen Menschen den Zugang zu sicheren, nahrhaften und kulturell angepassten Lebensmitteln sowie den Zugang zu den notwendigen Ressourcen, um Nahrungsmittel produzieren und sich und ihre Gesellschaften erhalten zu können.“ (International Planning Committee on Food Sovereignty 2004, Übersetzung TG)
Das Konzept der Ernährungssouveränität gilt grundsätzlich für alle Länder – reiche und arme – und definiert keine einheitliche politische Strategie, die als Patentrezept in verschiedenen Ländern weltweit anwendbar wäre. Es gibt jedoch zentrale Prinzipien und Kriterien sowie einzelne strategische Bereiche vor, die es einzelnen Ländern ermöglichen sollen, ihren demokratisch legitimierten Weg zur Umsetzung des Rechts auf Nahrung zu bestimmen. Es geht dabei um die grundsätzlichen Fragen: Wer hat Zugang zu Nahrungsmitteln? Wer kontrolliert die Nahrungsmittelproduktion, den Handel mit Agrarprodukten und ihre
Vermarktung – und wer erhält schließlich die Gewinne daraus?

Das Welthaus Graz engagiert sich seit Jahren im Bereich der Ernährungssouveränitat und unterstützt Menschen vor Ort in ihrem Kampf um Landrechte. Die LV gibt Einblick in die konkrete Projektarbeit und ermöglicht die Begegnung mit PriojektpartnerInnen aus Nepal.
keine
Die Studierenden sollen….

• die Ernährungssouveränitat als Leitidee und deren praktische Umsetzung kritisch reflektieren
• Ansätze und Modelle zur Wahrung der Landrechte kritisch hinterfragen
• Organisationen die sich für Ernährungssouveränität und Landrechte einsetzen, kennen lernen.

Die Studierenden können….
• die Thematik der Ernährungssouveränität und Landrechte für den Unterricht altersadäquat aufbereiten
• Unterrichtsmaterialien zum Thema Ernährungssouveränität und Landrechte auf ihre Anwendbarkeit für verschiedene Schulstufen einschätzen
• ihre Schüler/innen zu einer kritischen Haltung zum Thema Ernährungssouveränität und Landrechte anleiten
Deutsch
Details
Für die Anmeldung zur Teilnahme müssen Sie sich in PH-Online-KPHGraz als Studierende/r identifizieren.
Angaben zur Prüfung
siehe Stellung im Studienplan
Abschließender Prüfungscharakter
Details
3
Zusatzinformationen
Gérard Choplin , Alexandra Strickner, Aurélie Trouvé (Hrsg.), Ernährungssouveränität. Für eine andere Agrar- und Lebensmittelpolitik in Europa, Mandelbaum (2011)

Deutsche Welthungerhilfe e.V. (Hrsg.), Handbuch Welternährung , Campus (2011)